Das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf (EKA) wurde für BESSER, das Projekt für Gesundheitsförderung und Prävention für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, mit dem MSD-Gesundheitspreises 2026 ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung!
In ihrer Laudatio würdigte Leonie Ruhwinkel, Jurymitglied und Head of Market Access MSD Sharp & Dohme GmbH den „innovativen und zugleich hochrelevanten Versorgungsansatz“ von BESSER. Das Projekt stehe beispielhaft für eine Gesundheitsversorgung, die niemanden zurücklasse und zeige „wie Innovation, Teilhabe und wissenschaftliche Evidenz zusammenwirken können, um die Gesundheit einer besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe nachhaltig zu verbessern“. Bei der Preisverleihung in München lobte sie das „herausragende Engagement und diesen wegweisenden Beitrag zu mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit“.
Seit 2011 vergibt MSD jährlich den Gesundheitspreis an herausragende innovative Projekte, Initiativen und Einrichtungen, die die gesundheitliche Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland verbessern möchten. Egal ob digitale Lösung oder persönliche Betreuung, Initiativen zur Prävention oder Begleitung bei einer Erkrankung – ausgezeichnet werden Projekte, die nachweislich wirksam sind und einen Unterschied machen.
Ulrich Scheibel, Medizinvorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, freut sich über diese besondere Anerkennung: „Wir alle wissen, wie gut und sinnvoll Prävention ist. In der Praxis hapert es trotzdem oft daran, das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen. BESSER beweist, wie es funktionieren kann. Dass das durch die hochkarätig besetzte Jury gewürdigt wurde, freut uns sehr“.
Das Präventionsprojekt für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, war eines von zehn nominierten Projekten.
Birgit Pohler, die bei der Evangelischen Stiftung Alsterdorf den Bereich „Inklusive Gesundheit“ leitet, sagt: „Dass unter den vielen hochkarätigen Projekten und Initiativen, die sich beworben hatten, gerade unsere Zielgruppe, die Menschen mit Behinderung, gesehen wurde, freut mich besonders.“
Zum Hintergrund:
Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine deutlich geringere Lebenserwartung. Sie würden von Maßnahmen für Prävention und Gesundheitsförderung besonders profitieren – bestehende Angebote erreichen sie jedoch kaum. Das zu ändern, war das Ziel des von 2021 bis 2025 vom Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) der gesetzlichen Krankenkassen geförderten Projektes BESSER gesund leben. Dabei unterstützen Gesundheitslotsinnen die Teilnehmenden dabei, in den Bereichen Bewegung, Stress, Sucht und Ernährung (BESSER) Ziele zu definieren und zu erreichen. Die Begleitung fand aufsuchend und partizipativ statt.
Gleichzeitig stärkten die Gesundheitslots*innen inklusive gesundheitsförderliche Strukturen in den Lebenswelten der Zielgruppe. Sie verbesserten z.B. Zugänge zu Angeboten, indem sie Barrieren aufzeigten und abbauten.
Aktuell läuft in Hamburg das Nachfolgeprojekt BESSER Plus. Es wird durch eine finanzielle Förderung der Deutschen Fernsehlotterie sowie der Heinrich Leczynky Stiftung ermöglicht.
Dabei soll der Ansatz nun in bestehende Versorgungsstrukturen integriert werden. Erprobt werden dabei drei verschiedene Versorgungskontexte. So können hinderliche und förderliche Faktoren identifiziert werden, die einer späteren Skalierung dienen.
Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.
