Was genau ist die elektronische Patientenakte? Wofür ist sie gut, und wer hat sie gemacht? Wie kann ich sie nutzen? Wer kann dabei helfen?
2025 wurde in Deutschland die elektronische Patientenakte (ePA) eingeführt. Inzwischen haben alle Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen eine ePA – es sei denn, sie haben dem eindeutig widersprochen. Doch nur die wenigsten haben sich Zugang zu ihrer ePA verschafft und schon mal hineingeschaut.
Das ist tatsächlich auch ziemlich kompliziert – denn weil die sensiblen Daten wirklich sicher sein sollen, sind die Zugangshürden hoch. Zu hoch, für viele. Dabei ist es wichtig, sich auszukennen. Denn nur wer seine ePA aktiv nutzt, kann beispielsweise steuern, wer welche Informationen sehen darf.
Deshalb hatte Gesundheit 25* am 18. Juni 2026 in der Kirche St. Nicolaus Alsterdorf zu einer inklusiven Informationsveranstaltung eingeladen. Die wurde gemeinsam mit dem Projektbüro der TI-Modellregion Hamburg & Umland (TIMO) in einfacher Sprache durchgeführt und mit Mitteln des Bezirksamt Hamburg-Nord gefördert. Es gab zudem eine Simultanübersetzung in Leichte Sprache, und Gebärdensprachdolmetscherinnen vor Ort. Diese Angebote wurden von vielen der Teilnehmenden genutzt.
Gekommen waren rund 40 Interessierte, die den Vortrag von Sara Alzabin, Projektmanagerin TIMO Hamburg & Umland, verfolgten und viele Fragen an sie und TIMO-Projektleiter Markus Habetha hatten.
Hier einige Beispiele:
- Kann ich irgendwo Hilfe bekommen, die ePA einzurichten?
- Wie kann ich für andere die ePA einrichten? Beispielsweise rechtliche Betreuungen, Assistenzen, Angehörige. Und können mehrere Personen gleichzeitig berechtigt werden, die ePA für eine Person in Vertretung zu nutzen?
- Ist die ePA auch am Computer nutzbar oder brauche ich dafür unbedingt ein Smartphone?
- Hilft die ePA, die medizinische Versorgung gehörloser Menschen zu verbessern? Diese haben bei medizinischen Notfällen das Problem, dass dem medizinischen Personal oft nicht klar ist, dass ihre Patientinnen sie nicht hören können.
- Gibt es generell Markierungen für wichtige Hinweise in der ePA, etwa Notfallinformationen wie Allergien oder Behinderungen?
Am Ende der rund zweistündigen Veranstaltung freuten sich viele über etwas mehr Klarheit bei einem komplizierten und wichtigen Thema. Aber es gab auch den Wunsch nach weiteren Veranstaltungen dieser Art.
Ziel war der Veranstaltung war es, ein Grundverständnis zur ePA zu vermitteln und den Zugang sowie die aktive Nutzung zu erleichtern.
Damit die Informationen des Abends auch allen zur Verfügung stehen, die nicht dabei waren, finden Sie hier den Vortrag „Die elektronische Patienten-Akte für alle“. Demnächst steht hier auch eine Liste von gängigen Fragen und Antworten zu dem Thema.
Bei Fragen zu dem Thema können Sie uns gerne kontaktieren: gesundheit25@alsterdorf.de .
